Rotations Reibschweißen

Funktionsprinzip:

Das Verfahren eignet sich für Teile mit rotationssymetrischen Fügeflächen. Die Verschweißung wird durch das Drücken eines rotierenden Teiles auf das fixierte Gegenstück erreicht. Die Anpresskraft ist hierbei abhängig von der Schmelzviskosität, während die Rotationsgeschwindigkeit dem Durchmesser der Fügeflächen anzupassen. In der Regel werden preiswerte, druckluftbetriebene Rotationsantriebe eingesetzt. Einfache Teile können mit sog. Drehzapfenwerkzeugen sogar auf Tischbohrmaschinen recht gut verschweißt werden. Für winkelgenaue Schweißungen werden meistens elektrische Antriebe in Verbindung mit hydromechanischen Drehgetrieben eingesetzt, um die Drehbewegung schlagartig stoppen zu können.

Bewährte Nahtformen für das Rotationsreibschweißen

maschineller Einsatz des Rotationsreibschweiß-Verfahrens

Anwendungshinweise:

Die Fügeflächen der Schweißteile sind entsprechend den Anforderungen an die Schweißverbindung zu konstruieren.

Im Vergleich zu anderen Schweißverfahren sind die erforderlichen Geräte kostengünstig und äußerst zuverlässig.

Spezielle Drehantriebe gewährleisten, dass die zu verschweißenden Teile beim Schweißvorgang winkelgenau zueinander positioniert werden.

Bewährte Werkstoffe:

Fast alle gebräuchlichen Thermoplaste können problemlos verarbeitet werden. Bei besonders niedrigviskosen Schmelzen besteht die Gefahr des Schmelzbruches, wenn die Fügeteile nach Beendigung der Reibbewegung nicht sofort zum Stillstand kommen, oder auf bestimmte Positionen nachzuführen sind.

Anwendungsbeispiele für das Rotationsreibschweißverfahren:

Flansche und Nippel an Behältern, Filter und Ventile, Rohrstutzen und Winkelstücke, Verteiler mit Winkelflanschen, Einbauteile für Haushaltsgeräte, Nieten und Bördeln von unterschiedlicher Materialien, Bolzenschweißen, Ringelementschweißen.